Für die deutsche Version bitte scrollen

Project overview

Background

Sustainable nature-based tourism brings the promise of economic prosperity coupled with environmental protection.  It is the fastest growing segment of tourism, which is the fastest growing economic sector worldwide. However, there are many cases in which nature-based tourism leads to negative social, ecological and economic consequences. For example, rapidly developing coastal tourism often does not consider wastewater management. Inadequately treated wastewater from tourism (e.g., hotels, restaurants) enters the sea, and affects marine ecosystems and human health. It also ultimately affects the nature-based tourism industry, where nature itself is a tourism draw. The very characteristics that make small communities hotspots for nature-based tourism – their small size, their remote location, their proximity to the ocean –  also reduces the number of viable wastewater treatment options. Further, wastewater pollution is a nearly invisible, arises from many sources, and is a complex collective action problem.

Aims and approach

Project TransTourism supports tourism communities in solving the challenges of wastewater management in a transdisciplinary framework. The project collaborates with partners in practice in small tourism communities who have expressed an interest in the management of tourism-generated wastewater. In the integrated interdisciplinary work packages (Fig. 1.), and together with stakeholders from coastal tourism communities in the tropics, a holistic picture of tourism-related wastewater generation and impacts on the social-ecological system will be developed.

The applied goal of the project is to support the decision-making process for wastewater management, in a way that incorporates the values and priorities of stakeholders through deliberation and participation. The fundamental research questions of the project focus on understanding the decision-making process, how different types of information are incorporated into decisions, what is the role of deliberation and participation in natural resource management, and how tourism-generated wastewater impacts coastal social-ecological systems.

The project combines quantitative methods such as discrete choice experiments and an experimental framework to evaluate participation (Fujitani et al. 2017) with qualitative methods such as Grounded Theory and mental modelling to capture perceptions and understand the social context. Indicators of wastewater pollution from tourism will be developed in a participatory way, taking into account user, policy, and indicator factors, and connecting ecosystem services and human well-being.

Fig1
Fig. 1. Structure of project TransTourism

Expected Contributions

The project is expected to address fundamental research gaps, and will generate applied knowledge for practitioners and policy makers (Fig. 2.).

Novel scientific outputs will include:

  • Impacts of tourism-generated wastewater
  • Controlled experimental evaluation of deliberation in natural resource decision making
  • Grounded theory of value generation in deliberation
  • Policy-maker view of deliberated outputs, standard socio-economic metrics, and environmental indicators

Applied outputs will include:

  • Recommendations for wastewater management
  • Best practices guide for deliberation
  • Participatory indicators for wastewater
 
Fig2
Fig. 2. Project work packages designed to follow the “Transdisciplinary conservation team” framework from Bennett et al. 2017

Projekt Übersicht

Hintergrund

Nachhaltiger naturnaher Tourismus verheißt ökonomischen Wohlstand bei gleichzeitiger Berücksichtigung von Naturschutz. Er ist das am schnellsten wachsende Segment  im Tourismusgeschäft, welches wiederum die weltweit wachstumsstärkste Branche ist. Allerdings gibt es zahlreiche Fälle, in denen naturnaher Tourismus negative soziale, ökologische und ökonomische Folgen hat. So lässt zum Beispiel der rasant wachsende Küstentourismus das Abwassermanagement oft unberücksichtigt. Ungenügend aufbereitetes, durch Tourismus entstandenes Abwasser (z.B. von Hotels, Restaurants) fließt ins Meer und schadet den marinen Ökosystemen und der menschlichen Gesundheit. Letztlich schadet es auch  dem Ökotourismus selbst, da dessen größte Anziehungskraft ja die Natur ist. Genau jene Eigenschaften, die kleine Gemeinden zu Hotspots für naturnahen Tourismus machen – geringe Größe, Abgelegenheit und Nähe zum Meer –, beschränken gleichzeitig die Möglichkeiten einer angemessenen Abwasserreinigung. Hinzu kommt, dass Abwasserbelastung oft nahezu unsichtbar ist, aus vielen Quellen stammt  und komplexe kollektive Maßnahmen erfordert.

Ziele und Herangehensweise

 

Das Projekt TransTourism unterstützt Tourismusgemeinden bei den Herausforderungen, die das Abwassermanagement mit sich bringt,  mit einem transdisziplinären Rahmenkonzept. Das Projekt arbeitet mit Praxispartnern in kleinen Tourismusgemeinden zusammen, die ein Interesse daran geäußert haben, das Problem der vom Tourismus verursachten Abwässer ökologisch vertretbar zu bewältigen. In integrierten interdisziplinären Arbeitspaketen (Abb. 1) und gemeinsam mit Interessenvertretern der tropischen Küstengemeinden wird ein ganzheitliches Bild der vom Tourismus verursachten Abwässer und Auswirkungen auf das sozio-ökologische System entwickelt.

Das gesetzte Ziel des Projekts ist es, den Prozess der Entscheidungsfindung hinsichtlich eines Abwassermanagements zu unterstützen, und zwar unter Berücksichtigung der Werte und Prioritäten der Stakeholder durch Deliberation und Beteiligung. Die grundlegenden Forschungsfragen des Projekts konzentrieren sich darauf, den Entscheidungsfindungsprozess zu verstehen, also wie beispielsweise Informationen in Entscheidungen einfließen, welche Rolle Deliberation und Beteiligung im Management von natürlichen Ressourcen spielen und wie sich die vom Tourismus verursachten Abwässer auf die sozio-ökologischen Küstensysteme auswirken.

Das Projekt verknüpft quantitative Verfahren wie Discrete-Choice-Experimente und  ein experimentelles  Rahmenkonzept zur Evaluierung der Teilnahme (Fujitani et al. 2017) mit qualitativen Methoden wie z.B. Grounded Theory und mentale Modellierung, um Wahrnehmungen zu erfassen und den sozialen Kontext zu verstehen. Unter Berücksichtigung von Nutzern, Strategien und Indikator-Faktoren werden Indikatoren für die Abwasserverschmutzung durch den Tourismus partizipatorisch entwickelt. So werden Ökosystemdienstleistungen und menschliches Wohlergehen verknüpft.

Fig1
Abb. 1. Struktur des TransTourism Projekts

Erwartete Ergebnisse

Das Projekt soll grundlegende Forschungslücken angehen und wird angewandtes Wissen für Praktiker und Entscheidungsträger generieren (Abb.2).

Folgende neue wissenschaftliche Ergebnisse werden erwartet:

  • Auswirkungen der durch Tourismus entstandenen Abwässer
  • Kontrollierte experimentelle Bewertung von Deliberation bei der Entscheidungsfindung hinsichtlich natürlicher Ressourcen
  • Grounded Theory der Wertgenerierung durch Deliberation
  • Meinung der Entscheidungsträger zu durch Deliberation erreichten Arbeitsergebnissen, üblichen sozio-ökonomischen Kriterien und Umwelt-Indikatoren

An praktischen Arbeitsergebnissen wird erwartet:

  • Empfehlungen für Abwassermanagement
  • Praxisleitfaden für Deliberation
  • Partizipative Indikatoren von Abwasser
Fig2
Abb. 2. Projekt Arbeitspakete nach dem Design des “Transdisciplinary conservation team” Forschungsrahmen von Bennett et al. 2017
Close Menu